Die „Kesslerin“ besticht Durch stil, eleganz unD Präzision

 

Rank und schlank

Seit ihrer Premiere auf der IWA 2000 hat sich die „Kesslerin“ im internationalen Vergleich behauptet. Die mittlerweile verfügbaren Modelle werden nach den individuellen Wünschen des Kunden gefertigt. Sie vereinen höchste Präzision und Laufruhe mit eleganter Ästhetik.

 

Auf den ersten Blick kommt ein „98er“ männlich-martialisch daher. Doch Büch- senmacher Roland Kessler hat mit

seiner eleganten, schlanken und führigen „Kesslerin“ unter Beweis gestellt, dass ihm mit seiner Modifizierung des bewährten 1908er-Systems eine maßgeschneiderte Waffe nicht nur für Jägerinnen, sondern auch für „bärige“ Jäger gelungen ist. Auf den Zug ,speziell für die weibliche Kundschaft eine Modellreihe anzubieten, springen zunehmend mehr Waffenhersteller auf. Savage machte den Anfang mit der „La- dyhunter“ und Sauer hat, wie zu lesen war, innerhalb weniger Stunden die „101 Ar- temis“ kreiert. Diese Namensgebung ist durchaus kreativ, denn damit spricht man die weibliche Kundschaft an und blockiert gleichzeitig die Verwendung durch andere Hersteller. „Diana“ ist ja bereits ein eingetragenes Warenzeichen für Waffen der Firma Mayer & Grammelspacher.

Genau wie bei den Nimroden sind auch bei den Dianas die figürlichen Merkmale keineswegs geschlechtsspezifisch einheitlich, sondern bewegen sich über zehn Konfektionsgrößen von etwa 38 bis 48. Vergleicht man die Proportionen der „Kesslerin“mit dem heutigen Mode-Trend mit Lochschaft und Bull-Bar-rel, dann fallen deren Merkmale erst recht beeindruckend ins Auge. Die niedrige Silhouette und die schlanke, gerade Schäftung betonen die Eleganz, die von Serienwaffen allein durch einen femininen Modellnamen nicht erreicht werden kann.

 

„Classic Neu“ mit neuen Systemen

Hat die auf dem militärischen 98er- System aufbauende Ur-„Kesslerin“

schon alle Attribute einer Jagdwaffe für Damen gehabt, so verstärkt sich das durch die Verwen- dung neuer Systeme in den Baugrößen Kurz, Standard und Magnum, was die Anpassung der Systemgröße an das Kaliber bzw. die Patronenlänge optimal zulässt. Die nunmehr zu Ende gehende Verfügbarkeit guter nummern- gleicher Systeme hat Kessler zur Entwicklung der „Classic Neu“ veranlasst. Die der „Zivil- Mauser“ eigenen Ausstattungsmerkmale, al- lem voran der aufklappbare Magazinboden, die „Double Square Bridge“ und das fehlen- de Daumenloch, strecken auch kurzläufige Waffen in Richtung feiner Kipplaufbüchsen des Ferlacher Typs.
Der weit hinten im Abzugsbügel positionierte Abzug ist auch für schlanke Hände und kurze Finger gut erreichbar. Der patentierte „Kessler-Kompaktabzug“ ist einstellbar und lässt hinsichtlich der Charakteristik keine Wünsche offen. Die Sekura-Drei- stellungssicherung ist bedienfreundlich und zuverlässig.
Die „Classic Neu“ lässt viele Ausstattungsvarianten zu, darunter auch als Linkssystem oder mit Stutzen-Schäftung. Lauflängen und -außenprofile, von rund bis achtkantig in den Kalibern von .243 Win. bis zur .416 Rigby, decken den ganzen jagdlichen Bereich ab. Das Waffengewicht wird vorrangig von der Systemgröße, der Lauflänge und dem Kaliber bestimmt.
Wer die „Kesslerin Classic Neu“ nur auf Reh- und Raubwild führen will, ist
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Die „Kesslerin Classic Neu“ gibt es mit Systemen in Rechts- und Links-Ausführung.

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Foto: heinrich Weidinger

Fachlich ue Jagdwaffen & Munition

Für die „Kesslerin Classic Neu“ sind je nach Kaliber die drei Systemgrößen Kurz, Standard und Magnum verfügbar.

Foto: heinrich Weidinger

Die „Classic Neu“: klassisch funktional und ansprechend mit den integrierten Zielfernrohrbasen, dem weit hinten liegenden Abzug und der Sekura-Dreistellungssicherung.

mit dem Kaliber .243 Win. gut versorgt. Im Prinzip kann die „Kesslerin“ jedoch für alle Kaliber mit „Mauser-Boden“ (ca. 12 mm) eingerichtet werden. Im Standard-System sind die Ka- liber6,5x57/65,.270Win,7x57/64,.30-06/.300Win.Mag, 8x57IS/64S und 9,3x62 bewährte Laborierungen und im Magnum-System schließt die .416 Rigby die „Classic Neu“ auch kaliberbezogen klassisch ab.

Klassisch sind die Visierelemente Kimme und Korn auf lan- gen Sockeln, der eingesetzte Riemenbügel im Hinterschaft und der Laufring-Riemenbügel. Bemerkenswert ist die Kess- ler-Flachmontage, die Roland Kessler nach spezieller Vorgabe fertigen lässt. Sie schwenkt zuverlässig wiederholgenau ein und lässt sich leicht ent- und verriegeln. Der Hinterfuß ver- riegelt direkt auf dem integralen Prisma der Hülsenbrücke. Neben den aus vollem Material CNC-gefrästen Systemen sind die Läufe das Herz jeder „Kesslerin“. Verwendet werden hoch- legierte Gewehrlaufstähle. Nicht zuletzt wegen deren Präzi- sion garantiert Kessler einen Streukreis von 25 Millimeter mit drei Schuss.

 

„Kesslerin Superleicht“

Das Gewicht ab 2,8 Kilogramm des neuen „SL“-Modells ist für einen vierschüssigen Repetierer bei einer Gesamtlänge ab 102 Zentimeter beachtlich niedrig. Allerdings erhöht es sich je nach Kaliber, Qualität des Schaftholzes und optischer Ausrüstung. Die Ausstattung mit Schaftmagazin, Maßschäf- tung, Schaftverschneidung oder individuellen Gravuren lässt kaum Wünsche offen. Die vom Systemschwanz zur Schaftna- se reichende und in den Pistolgriff eingelassene Verstärkung gibt der Schäftung nicht nur eine besondere Note, sondern trägt auch zur Haltbarkeit bei. Mit der Ausführung „Super Luxus“, die mit Sonnenschliff, Premium-Schaftholz, einge- lassenem Riemenbügel und goldlinierter Visierung höchste Ansprüche erfüllt, ist das Modell echt „ladylike“.

Zu potente Kaliber können allerdings die Freude an einer so leichten Waffe trüben. Wer sie auf Hochwild führen will, ist mit den 6,5-mm-Standardkalibern oder einer .308 Win. nicht untermotorisiert, wenn nicht gar 6-mm-Sorten wie die .243 Win. dafür zugelassen sind. Nicht nur für anspruchs- volle Jägerinnen, sondern für jeden Jäger, der an seiner Büch-

Die in den Hinterschaft eingelassene Platte für den Riemenbügel.

32 Niedersächsischer Jäger ·· 4/2017

Foto: heinrich Weidinger Foto: heinrich Weidinger

Die vom Systemschwanz zur Schaftnase reichende und in den Pistolgriff eingelassene Verstärkung gibt der Schäftung eine besondere Note und trägt auch zur Haltbarkeit bei.

se traditionelle Büchsenmacherarbeit schätzt, bietet die „Kesslerin“, in welcher Ausführung auch immer, ein hohes Maß an meisterlicher Fertigkeit, verbunden mit jagdprakti- schen Eigenschaften und kompromissloser Schussleistung. Der Name „Kesslerin“ impliziert geradezu die Konzeption in Richtung Jägerinnen, ohne jedoch Einschränkungen bei der Gebrauchstüchtigkeit und Zuverlässigkeit aufzuweisen. Das überzeugende Konzept der „Kesslerin“ wurde schon oft kopiert, doch nie erreicht. Die „Kesslerin“ ist garantiert das Original. eu

 

 

 

Eine von Katharina Kessler, Tochter von Büchsenmachermeister Roland Kessler, gestochene Gravur. 

Büchsenmacher Meisterwerkstatt Waffen Kessler

 

 

 

Öffnungszeiten Ladengeschäft

Mi, Do, Fr: 14.00 - 18.00 Uhr

Weitere Termine wie Werkstattbesuche, Schießen, Schaftholzauswahl, nach Vereinbarung.

Land - Au 6 • 94469 Deggendorf

Tel.: +49 991 - 28 48 42

Fax: +49 991 - 28 48 41

info@waffen-kessler.de

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